Gisela Werler, Deutschlands erste Bankräuberin – Banklady

Deutschlands erste Bankräuberin: Erster Trailer zu "Banklady" mit Nadeshda Brennicke und Charly Hübner

Das Leben der Packerin, die als „Banklady“ Verbrechensgeschichte schrieb, hat der Hamburger Filmemacher Manfred Uhlig anhand ihres Tagebuchs rekonstruiert. Sein Fazit dieser außergewöhnlichen Biografie: Geld macht eben doch glücklich. www.anelca.de für mehr Videos!

Man mag „Banklady“ lediglich für eine deutsche Version von „Bonny & Clyde“ halten, liegt damit jedoch falsch, denn es handelt sich bei der Geschichte um einen authentischen Fall. Zwischen 1965 und 1967 raubte Gisela Werler mit mehreren Komplizen 19 Banken in Norddeutschland aus und erbeutete dabei insgesamt rund 400.000 DM. Damit war sie nicht nur die erste Bankräuberin Deutschlands, sondern stellte mit der genannten Summe damals einen neuen Rekord in der deutschen Kriminalgeschichte auf.

Am 29. Juli 1965 wurde in Hamburg Geschichte geschrieben: Eine Bank wird in Deutschland erstmals von einer Frau überfallen. Nadeshda Brennicke („Dampfnudelblues“) spielt die „Banklady“ Gisela Werler, die sich auf diese Art die ein oder andere Mark dazu verdient. An ihrer Seite sind Charly Hübner („Eltern“) als Giselas Bankraub-Coach und späterer Ehemann Hermann Wittorff sowie Ken Duken („Zweiohrküken“) als Polizei-Kommissar zu sehen. „Antikörper“-Regisseur Christian Alvart führte bei „Banklady“ Regie.

Gisela Werler hat es nicht leicht im Leben und ist in ständiger Geldnot. Eines Tages soll sie für einen Bekannten die Beute aus einem Bankraub verstecken, den dieser gemeinsam mit Taxiunternehmer Hermann begangen hat. Sie ist von der Tat der Männer fasziniert und bittet Hermann, ihr zu zeigen, wie man Banken ausraubt. Gisela hat Talent und das Verbrecherpärchen kann bei knapp 20 weiteren Überfällen 450.000 Mark einheimsen…

Als sie 30 wurde, beschloss die Hamburgerin Gisela Werler, dass ihr Leben als Packerin in einer Tapetenfabrik eine Wende nehmen müsste. Sie wurde Bankräuberin. Anfang der 60er Jahre überfiel sie mit ihrem Komplizen Peter überaus erfolgreich Sparkassen und Banken in Serie. Ihre Beute nach heutigem Wert: eine Million Euro. Ein Großteil davon wurde nie gefunden. Drei Jahre lang verfolgte die Polizei ein Phantom. Ihr Sexappeal und ihre schönen Beine machten Schlagzeilen, sogar die Polizei bewunderte ihre Kaltblütigkeit. Am Ende wurde sie gefasst.

Tapeten aus Coswig

Der Krimi-Thriller „Banklady“ sollte die 60er Jahre wiederbeleben. Dazu bedurfte es eines entsprechend authentischen Looks. Regisseur Christian Alvart versuchte also, auf die Originaltreue von Häuserfassaden, Straßenbeleuchtung und Gehwegbelag zu achten – die besten Bedingungen fand die Crew im niedersächsischen Helmstedt. Aber auch kleine Details wie Tapeten waren wichtig. Dem Regisseur nach gibt es heute nur noch eine historische und intakte Tapetenfabrik in Deutschland, die in der Lage ist, Tapeten im Stile der 60er Jahre zu gestalten. Die befindet sich in Coswig bei Dresden und wurde für den Film in Anspruch genommen.

 

viaBanklady: Trivia – FILMSTARTS.de.

Ein Kommentar

  1. Fand ich ganz gut daher 4 Sterne. Ein Lob an den Regisseur Christian Alvart, möchte mal wissen woher der die vielen alten Autos genommen hat. Das schwarze Taxi war mein allererstes Auto, ein 190er D Ponton Bj. 61 🙂

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